|
Inspektor Campbell
will nicht in Pension gehen, bevor er zwei Fälle geklärt hat, an denen
er bereits seit langem arbeitet. Doch wie bringt man einen gewieften
sechsfachen Gattenmörder und eine raffinierte sechsfache Gattenmörderin
zur Strecke? Campbell findet den richtigen Dreh: er bringt die beiden
nicht nur zusammen, sondern auch dazu, sich zu heiraten. Und fortan wird
der Zuschauer von dem Duell zweier Ebenbürtiger in Atem gehalten, die
sich auf ihr Metier verstehen; denn hier wird nicht etwa mit dem Revolver
herumgeknallt - hier mordet man dezenter: ein herabstürzender
Kronleuchter, Gift und die angesägte Leiter verfehlen zwar noch ihren
unguten Zweck, aber mit Hilfe von Treppensturz und Starkstromschlag räumen
sich die beiden schließlich eben doch gegenseitig aus dem Wege. - Eine
Persiflage auf das englische Detektivstück, aber von bestem Niveau; ein
absurdes Stück, aber von einem Autor, der in die Logik verliebt ist und
der seine Figuren mit einer kratzigen Feder so liebenswürdig zeichnet, daß
man selbst Mördern ein langes, glückliches Leben wünschen möchte.
|