Lasst uns Lügen erzählen

v.l.: Sabine Flores, Dieter Kohn (vorn), Klaus-Dieter Jamurzewski

v.l.: Hanns-Hermann Kagelmacher, Manfred Richter, Heide Köstergarten

v.l.: Manfred Richter, Dieter Kohn

Kriminalkomödie von Alfonso Paso

Premiere: 14. Dezember 1977

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, wenn er auch die Wahrheit spricht!

Und wenn jemand nicht nur einmal, sondern fast dauernd lügt, Situationen herbeiführt , die andere täuschen und verwirren, dann ist das schon fast eine Art Krankheit etwa wie Kleptomanie.

Julia, Frau im gut situierten Hause Poveda scheint von einer solchen Krankheit befallen zu sein. Sie dichtet z.B. ihrem Mann Carlos, wie auch dessen Freund Lorenzo und sogar sich selber Freundinnen bzw. Liebhaber an und legt eine fremde Herrenhose aufs Sofa, in welcher Carlos sogar einen Liebesbrief findet, von einem gewissen Lorenzo! Als dieser auch noch anruft und Julia sprechen will, ist die Ehe der Povedas nur noch dadurch zu retten, dass Julia zugibt, alles nur erfunden zu haben, weil sie sich langweilt und nicht so phantasielos ist wie andere Frauen.

Das alles trübt natürlich die Festtagsstimmung und weil auch noch das Auto streikt, beschließt man zu Hause zu speisen. Da aber nichts Essbares im Hause ist, gehen die Männer rasch zum Hähnchengrill um etwas zu kaufen, Julia zur Nachbarin, die ihr Mandelbrot angeboten hat.

Als alle aus dem Haus sind erscheint Juan, ein kleiner Ganove und der Freund des Dienstmädchens Elisa. Von ihr hat er den Tipp, dass die Luft rein sei. Er gedenkt die Wohnung auszuräumen und sucht sich alles wertvolle zusammen. Damit Elisa nicht in Verdacht gerät, soll sie "Kampfspuren" aufweisen und kriegt auch eins über den Schädel, worauf sie sehr echt um- und in Ohnmacht fällt. Juan glaubt er habe zu fest zugeschlagen und sie ist tot. Doch bevor er mit ihr entkommen kann, kommt Julia zurück. Die "Leiche" kommt unter das Sofa. Juan bedroht Julia mit einer Pistole. Als ein weiterer Fluchtversuch scheitert fordert er unter Morddrohungen Julia auf ihm Gelegenheit zur Flucht zu verschaffen.

Es entwickelt sich ein wahnwitzigen Katz- und Mausspiel, in dem neben den Lachmuskeln der Zuschauer  auch die "Leiche" aufs höchste strapaziert werden. Die "tragende Rolle" hat Juan, da er die "Leiche" dauernd hin und her tragen muss. Die Männer entdecken Einbruchspuren und glauben Julia sei wieder in die alten Gewohnheiten zurückgefallen. Ihre Wahrheitsbeteuerungen treffen bei Carlos auf taube Ohren, während Lorenzo ihr zu glauben beginnt. Julia gelingt es schließlich doch die die Polizei anzurufen. Die Festnahme klappt nicht ganz, da der immer noch ungläubige Carlos dazwischenfunkt. Er ist einfach nicht zu überzeugen, das "die Wirklichkeit oft viel abenteuerlicher ist, als alle erfundenen Geschichten".

Besetzung

Carlos, Scheidungsanwalt Hanns-Hermann Kagelmacher
Julia, seine Frau Heide Köstergarten
Lorenzo, Bankdirektor Manfred Richter
Elisa, Dienstmädchen

Ingeborg Völz

Iris Däinghaus

Juan Dieter Kohn
Bermez Klaus-Dieter Jarmuzewski
Rosa, Nachbarin Sabine Flores
Mann Otto Palmer
Frauen

Gabriele David

Martina Fuß

Regie Hans Daiminger

Boeing Boeing

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Der keusche Lebemann