Schwarz auf Weiß

v.l.: Elke Kranz, Claudia Scholz, Andrea Drunagel, Heinz Wöhlbrand, Dieter Kohn

v.l.: Heinz Wöhlbrand, Dieter Kohn, Andrea Drunagel, Dolores Mackeprang, Elke Kranz

v.l.: Holger Ryfisch, Hanns-Hermann Kagelmacher, Dieter Kohn, Heinz Wöhlbrand, Andrea Drunagel

Komödie von Efraim Kishon

Premiere: 7. Dezember 1979

Im Haus des Menschen leben zwei Mäusevölker, die grauen Feldmäuse, Familie Springinsfeld, und die weißen ehedem domestizierten Mäuse, Familie Käsehoch. Natürlich hat der weiße Mäusevater Kasimir Käsehoch nichts gegen die "Grauen", vom Parterre, sie sind ja fast so wie er. Aber eben nur fast. Deshalb gerät auch die ganze Familie in arge Bestürzung, als die zweitälteste Tochter Knusperzahn, genannt Knuspi, ihrer Familie einen "Grauen" als ihren Liebsten vorstellen will.
Der charmante Outsider, der auch noch Schneeweiß heißt, haut mächtig auf den Putz um bei den Käsehochs Eindruck zu machen, jedoch kaschiert er damit nur sein mangelndes Selbstbewusstsein. Im Verlauf der Geschichte wird die dünne Lackschicht aus political correctness auf der Einstellung der Familie arg angekratzt. Aber irgendwie kämpfen doch Weiße und Graue mit denselben Problemen: dem Hunger und der Katze.
Letztere, auch Satan genannt, macht beiden Familien das Leben buchstäblich zur Hölle. Ihr gigantisches Brüllen versetzt alle Mäuse regelmäßig in Angst und Schrecken.
Weiße und Graue teilen aber nicht nur die selben Probleme. Ihr Glaube ist zwar recht unterschiedlich in der Ausübung, letztlich sind aber die Inhalte ihrer Religion sehr ähnlich. Beide glauben an den gleichen Gott, den Menschen, der ihnen den täglichen Käse gibt.
Wenn sich die Mäuse also in größter Not zusammenraufen können, gibt es vielleicht ja eine Chance für die Liebe, oder?

"Schwarz auf Weiß" ist eine Fabel die Kishon gekonnt pointensicher erzählt. Es geht um den alltäglichen Rassismus, der aus Vorurteilen besteht, den uns Kishon ohne die üblichen Klischees, aber mit einer reichlichen Portion Ironie vor Augen führt.

Besetzung

Weiße Mäuse

Kasimir Käsehoch, Familienoberhaupt Heinz Wöhlbrand

Kalophonia, seine Frau Andrea Drunagel

Kalawas, Sohn Dieter Kohn

Knuspi, Tochter Claudia Scholz

Kuki, Sohn Elke Kranz

Fahrender Sänger Manfred Richter

Graue Mäuse
Soundso Springinsfeld, Familienoberhaupt Hanns Hermann Kagelmacher

Specki, seine Frau Nr. 1 Susanne Aigner

Schampo, seine Frau Nr. 2 Ruth Knoblauch

Schneeweiss, sein Sohn Holger Ryfisch

Nussi, Dienstmädchen bei Käsehochs Dolores Mackeprang

Fahrender Sänger Klaus Dieter Meyer

Regie Hans Daiminger

Flitterwochen

Übersicht

Der Schiedsrichter

Schreckens-Rotkäppchen

Anästhesie